Meine Bücher
Ich kehre zurück, Dadabé
Die Geschichte eines madagassischen Mädchens
literarisches programm 151
September 2011
ca. 160 Seiten. Paperback.
Brandes & Apsel Verlag
14,90 Euro
ISBN: 978-3-86099-713-0
Eine von der ersten bis zur letzten Seite spannende Geschichte vom Überleben in einem der ärmsten Viertel der madagassischen Hauptstadt Antananarivo. Es geht um den alltäglichen Kampf um Nahrung, Kleidung und ein Dach über dem Kopf, aber auch um Lebensfreude, Hoffnung und Zusammenhalt unter den Armen.
Es ist Dadabé, der Großvater, der seiner Enkelin Todisoa und den anderen
Kindern die Geschichte ihrer Familien erzählt. Doch als kurz nach
seinem Tod ein Zyklon das Dorf verwüstet und Haus und Felder zerstört,
beschließt Kamisy, Todisoas Vater, mit seiner Familie einen Neuanfang in
der Hauptstadt zu wagen.
Das Leben in Antananarivo aber ist hart.
Als ihre Ersparnisse aufgebraucht sind, lebt die Familie wie viele
andere auf der Straße, wo sie mit schlecht bezahlten
Gelegenheitsarbeiten, Betteln und dem Verkauf von Müll zu überleben
versucht. Schließlich kommt die Familie illegal in einem der ärmsten
Viertel unter. Als Kamisy für längere Zeit unschuldig ins Gefängnis
gesteckt wird, ist es Todisoa, die die Familie zusammenhält und nach
einem Ausweg sucht.
Resonanz
Dieses Buch wurde auf der Website LiesMalWieder vorgestellt.
Auf der Website von Librikon, dem Magazin für Kinderbuchkultur (http://www.librikon.de/)
ist diese schöne Besprechung erschienen:
Mit authentischem Leben gefüllt - "Ich kehre zurück, Dadabé“
von Tordis Schuster
Zugegeben: Es ist etwas beschwerlich, anzukommen im Dorf Morakondro in Madagaskar, in dem die Protagonistin dieses Buches lebt. Todisoa, genannt Toddy, ist die älteste Tochter einer fünfköpfigen Familie, den Großvater Dadabé mit eingerechnet. Ihre Welt balanciert zwischen ethnischen Riten, Mythen und Geschichten und der immer präsenten Natur, Bedrohung und Ernährerin in einem, Schutz und Spielort kindlicher Fantasie.
Doch es lohnt sich, dort hinein zu schlüpfen. Hat man sich erst eingelebt, geht man neben Toddy durch den sagenumwobenen Wald zur Schule, hilft der Mutter beim Kochen, liebt Fliegennetze und wünscht sich genauso wie Todisoa, das Riesenrad in der großen Stadt zu sehen.
Kaum in dieser Welt angekommen, zerstört ein Sturm das Haus der Familie und damit Toddys bekanntes Leben. Die Geschichte beginnt, wir müssen mit. Toddys Vater will mit seiner Familie sein Glück in der Stadt versuchen - gegen den Willen der Mutter, der Kinder, trotz Warnungen der Dorfbewohner. Dass das sicher nicht gut gehen wird, rufen auch wir dem Vater zu. Doch der will nicht hören.
Todisoas Begeisterung für die kleinen schönen Dinge in der Stadt steckt an. Die Häuser wirken „so, als würden sie auf- und übereinander klettern“. Doch es folgen Wohnungs- und Arbeitslosigkeit, sozialer Abstieg. Die Kinder betteln und leiden Hunger. Todisoa fragt sich, wer hier in der Stadt das Glück bringt, wo es doch keinen Wald mit den Wichteln „Kalanoro“ gibt, die das normalerweise übernehmen. Wir und Todisoa fühlen uns ausgeliefert und haben Sehnsucht nach dem alten Leben, das sich nun in der Erinnerung verklärt und romantisch anfühlt.
Todisoa wird nun immer mehr ein recht erwachsenes Kind. Sehr reflektiert begreift sie Zusammenhänge, hinterfragt das Verhalten ihrer Eltern und leidet unter ihrer kindlichen Ohnmacht. Sie fragt sich, ob sie eine gute Tochter ist, sie ist wütend auf ihren alleine entscheidenden Vater und hat Angst vor der Zukunft. Und zudem ist sie die Starke, die Verantwortung schwer trägt. Etwa, als die kleinen Geschwister verschwunden sind oder der Vater ins Gefängnis muss.
Das alles kann man nicht ertragen, ohne eine klein bisschen erwachsener zu werden.
Den Erwachsenen wünscht man das Erwachsenwerden in diesem Buch oft etwas früher, Todisoa dagegen etwas später. Ankommen werden schließlich alle. Denn zuletzt siegt die Sehnsucht, die das ganze Buch durchzieht. Wie Großvater Dadabé gesagt hat.
Dieses Buch vereint die großen Menschheitsthemen: Existenzängste, Fragen nach dem Sinn, Freundschaft, Familienalltag, Spiel und Lernen. Das kennen wir, das zieht uns mit. Man mag Längen auf Grund zu flacher Spannungsbögen kritisieren - dieses Buch möchte etwas anderes, was ihm außerordentlich gut gelingt: Wir spüren Todisoa mit all ihren Wünschen und Ängsten in dieser völlig fremden Welt, da die Autorin sie mit authentischem Leben füllt und uns dabei begleitet.
Wenn der Löwe brüllt
Bilderbuch
Illustratorin: Barbara Nascimbeni
Juli 2009
32 Seiten. Gebunden.
Peter-Hammer-Verlag
15,90 Euro
ISBN: 978-3-7795-0273-9
Wenn Emanuel und Bilali morgens aufwachen, ist kein Tisch für sie gedeckt. Die Jungen leben auf der Straße und wenn sie Hunger haben, müssen sie sich etwas suchen. Sonst tun die beiden, was andere Kinder auch tun. Sie spielen in der Sonne und denken sich aus, wie es wird, wenn sie groß sind und Busfahrer oder Präsident.
Dieses Buch wurde, neben 14 anderen Titeln, nominiert für den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis. Informationen darüber auf der Homepage der Deutschen Bischofskonferenz, www.dbk.de, unter Aktuelles (http://www.dbk.de/aktuell/meldungen/02167/index.html).
Pressestimmen
In der "Süddeutschen Zeitung" vom 8. März 2010 schrieb Regina Riepe in ihrer Rezension des Buches:
Über den Tellerrand des eigenen Alltags zu schauen, ohne ein Leben unter anderen Bedingungen abzuwerten oder Straßenkinder nur als bedauernswerte Opfer zu sehen - das schafft dieses beeindruckende Bilderbuch. Es zeigt zwei Jungen, die Träume haben und ihren Alltag meistern - und dabei füreinander einstehen. Bei der Lektüre mit neugierigen Fünfjährigen werden sich die Erwachsenen allerdings unbequemen Kinderfragen stellen müssen: Darf man stehlen, wenn man so richtig Hunger hat? Warum gibt es nicht mehr Erwachsene, die den Kindern helfen, so wie der nette Markthändler Ali? Müssen Emanuel und Bilali eigentlich nicht in die Schule? Und - Ist ihr Leben nicht ein spannendes Abenteuer: Am Strand schlafen, in der Stadt herumstreunen, mit anderen spielen - ohne, dass ein Erwachsener ihnen etwas vorschreibt? Ja, wenn der Hunger nicht wäre, dieser in jeder Szene auch optisch präsente Löwe, der das Leben der Kinder stärker im Griff hat, als es jeder noch so autoritäre Erwachsene tun könnte. Das begreifen auch Fünfjährige beim Anschauen dieses Bilderbuches. (ab 5 Jahre)
Hier der Link zum vollständigen Text der Rezension.
Auf dem Blog der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. (GfbV) ist zu diesem Buch am 27. Juli 2010 eine Rezension von Joachim Fulda erschienen:
In beeindruckend schlichten Collagen schaffen es Nasrin Siege und Barbara Nascimbeni, dass die Straßenkinder uns Respekt abnötigen. Das dürfte auch einer der Gründe sein, warum das Buch für den Katholischen Kinder- und Jugendbuchpreis der Deutschen Bischofskonferenz nominiert worden ist. Nasrin Siege jedenfalls zeigt, dass es gelingen kann, das Thema Kinderarmut in einer ansprechenden Form kindgerecht aufzuarbeiten. Herausragend auch die Zeichnungen von Barbara Nascimbeni aus Hamburg, die kleinen Kindern das große Vergnügen bereitet, auf jeder Seite einen versteckten Löwen suchen und finden zu können.
Hier der Link zum vollständigen Text der Rezension.
Die Piraten von Libertalia
Bloomsbury Kinder- und Jugendbücher
1. Auflage Februar 2009
304 Seiten. Gebunden.
Berlin-Verlag
14,90 Eur[D] / 15,40 Eur[A] / 15,40 CHF
ISBN: 978-3-8270-5290-2
Madagaskar gegen Ende des 17. Jahrhunderts. Die Piratenkapitäne Misson und Caraccioli versuchen - lange vor der Französischen Revolution - ihren Traum von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit zu verwirklichen und eine freie Republik zu gründen: Libertalia. Alle Menschen sollen hier die gleichen Rechte haben, alle Entscheidungen sollen gemeinsam getroffen werden. Während sie ihren neuen Staat aufbauen, unternehmen die Piraten immer wieder Beutezüge auf dem Meer und überfallen Sklavenschiffe. Die Befreiten haben die Wahl, ob sie in ihre Heimat zurückkehren oder sich Libertalia anschließen wollen. So wird eines Tages auch der junge Muro befreit, dessen afrikanisches Dorf von grausamen Sklavenfängern zerstört wurde. Durch seine Augen erleben wir die so aufregende wie kurze Geschichte der freien Republik Libertalia.
Pressestimme
In Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 21.06.2009 erschien diese Besprechung:
TIPPS
Buch. Ob es dieses Land namens "Libertalia" je gegeben hat, weiß niemand. Der Legende nach war es eine Kolonie, die zwei Piratenkapitäne auf Madagaskar gründeten. Dort lebten sie einige Jahrzehnte, bis Libertalia kurz nach dem Jahr 1700 zerstört wurde. Das Besondere daran sei die Ordnung gewesen, die die Piraten ihrem Staat gegeben hätten: Alle Einwohner seien gleichberechtigt gewesen, und selbst die beiden Kapitäne hätte die Mannschaft frei gewählt. Die iranisch-deutsche Schriftstellerin Nasrin Siege, die vor kurzem drei Jahre auf Madagaskar verbracht hat, erzählt diese Geschichte nun in einem äußerst fesselnden Roman aus der Perspektive des jungen Afrikaners Muro, der den Piraten seine Rettung aus den Händen von Sklavenhändlern verdankt. Das Buch ist keine leichte Kost, gestorben wird viel, geraubt und geplündert, und wie es nach der letzten Seite mit dem fliehenden Muro und der von ihm geretteten kleinen Marie weitergehen wird, steht in den Sternen. Doch es scheint, als würde er alles noch einmal genau so machen, die Ungewissheit und Gefahr ertragen, nur um noch einmal zu hören, was sein Freund Tim einmal zu ihm gesagt hat, kurz nach der Befreiung - die Zauberworte: "Du bist kein Sklave."
spre.
Wie der Fluss in meinem Dorf
Erzählung
Beltz & Gelberg Taschenbuch
4. Auflage 2001
136 Seiten. Broschiert.
Ab 12 Jahre
Beltz & Gelberg
EUR 5,40 / sFr 10,10
ISBN 3-407-78227-6
Sombo hat das afrikanische Dorf noch nie verlassen und der Abschied fällt ihr schwer. Doch sie ist stolz, auf die Oberschule in der großen Stadt zu gehen, wo alles ganz anders ist. Sie schläft zum ersten Mal in einem Bett und wundert sich, dass aus der Decke Wasser wie Regen kommt. Doch sie lernt bald, dass nicht alles, was modern ist und aus der neuen Welt kommt, besser ist. Am liebsten trifft sie sich nach der Schule mit Kavimbi in dem Versteck auf dem Hügel. Von dort hat man den schönsten Blick auf den Sambesi-Fluss, der wie der Fluss in ihrem Dorf aussieht. Sombo denkt oft an zu Hause, doch sie möchte anders leben als die Frauen in ihrem Dorf.
Auszeichnungen:
Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats (1994)
Presse-/Leserstimmen:
»Diese Geschichte aus dem südlichen Afrika ist natürlich, überzeugend und unaufdringlich lehrreich erzählt.« - FAZ
Sombo, das Mädchen vom Fluss
Erzählung
Gulliver 165
8. Auflage 2004
112 Seiten. Broschiert.
Ab 10 Jahre
Beltz & Gelberg
EUR 5,90 / sFr 11,00
ISBN 3-407-78165-2
Sombo lebt in einem kleinen afrikanischen Dorf. Jeden Tag geht sie den langen Weg zur Schule. Sie liebt die Schule und bewundert den Lehrer, der so viel weiß. Sombo erzählt, wie sie für ihre Geschwister sorgen muss und wie gerne sie im kühlen Fluss badet oder schwimmen geht. Abends hört sie den Geschichten ihres Großvaters zu. Doch Sombo hat viele Fragen, und es gibt vieles, worüber sie nachdenken muss. Warum dürfen die Männer nicht mehr auf Elefantenjagd gehen und warum soll Wimes Großmutter plötzlich eine Hexe sein? Dann muß Sombo ins Mukanda, die Busch-Schule für Mädchen, wo sie lernt, was sie als erwachsene Frau wissen muss. Eine Zeit, die ihr wie ein langer Traum vorkommt.
Auszeichnungen:
Kinderbuchpreis der Ausländerbeauftragten des Berliner Senats (1994)
Presse-/Leserstimmen:
»...eine leise und warme Erzählung, in der man die Kälte der Nacht und die Hitze am Tag spürt, das Trommeln und die Gesänge der Frauen hört. In der aber auch die Widersprüche eines Landes wie Sambia zwischen Tradition und Fortschritt deutlich werden. Ein hervorragendes, empfehlenswertes Kinderbuch. Eine wirkliche Einführung in afrikanisches Leben.« - Missio
»Nasrin Siege macht vor allem auch deutlich, dass ein für die Frau ihres Kulturraumes vorgezeichneter Weg veränderbar ist. Sie beschreibt dies, ohne die traditionellen Bräuche und Sitten anzuprangern. Einseitigkeit findet sich in ihrem Buch nicht.« - Praxis Deutsch
»Nasrin Siege läßt uns empfinden, was Sombo erlebt: Familiäres und Intimes, die Widersprüche zwischen dem neuen und dem alten Afrika, die schwarzen Götter und der Geisterglaube in der Konfrontation zum weißen Gott und dem Zivilisationsglauben. Und so schafft Literatur das, was Wissen allein nie zuwege bringt: sich in andere Leben einzufühlen und damit Fremdheit zu verringern. Sehr schlicht und schön erzählt, sehr empfehlenswert, und zwar für jedes Alter.« - Ostdeutscher Rundfunk
Als die Elefanten kamen
Roman
Beltz & Gelberg Taschenbuch
2001
196 Seiten. Broschiert.
Ab 11 Jahre
Beltz & Gelberg
EUR 6,40 / sFr 11,90
ISBN 3-407-78466-X
Die spannende Geschichte von Zawadi, der sich im Dschungel selbst auf die Suche nach den rücksichtlosen Wilderern macht. Und ein Buch über den ostafrikanischen Dschungel, seine Tierwelt und die Menschen, die dort leben. Am liebsten schleicht sich Zawadi mit seinem Freund Omari in den Dschungel, um die Tiere zu beobachten: den schlauen Honigvogel, Antilopen und Affen oder - wenn sie sicher auf dem Tamarindenbaum sitzen - Elefanten und Büffel. Seit der Naturpark eingerichtet wurde, ist es verboten, das Wild zu jagen. Das erregt auch den Unmut der Dorfbewohner, denn sie haben Angst vor dem menschenfressenden Löwen, und die Elefanten zerstören die Felder. Eines Tages werden von den Wildhütern die Überreste eines Elefanten gefunden. Ist Omaris Vater, auf den der Verdacht fällt, wirklich der Wilderer? Die beiden Jungen wollen die Wahrheit herausfinden und dabei geschieht fast ein Unglück.
Presse-/Leserstimmen:
»Nasrin Siege kennt Afrika gut und es gelingt ihr, dieses Wissen und ihre Erfahrungen an ihre Leser weiter zu geben. Sie lässt sie teilhaben am Alltag in einem afrikanischen Dorf zwischen Tradition und Moderne, zwischen Tierschutz und Existenzkampf. Eine überaus spannende Erzählung, in der wir viel über das Leben im heutigen Afrika erfahren.« - Stadtmagazin Känguruh, März 2005
Shirin
Roman
Beltz & Gelberg Taschenbuch
1999
152 Seiten. Broschiert.
Ab 11 Jahre
Beltz & Gelberg
EUR 4,95 / sFr 9,30
ISBN 3-407-78354-X
Shirin ist elf, als sie mit ihrer Familie von Teheran nach Deutschland kommt. Dort ist alles anders, und Shirin denkt oft an Teheran, wo sie mit ihrer Großmutter so gerne auf den Basar gegangen ist. In Deutschland ist alles anders und Shirin sehnt sich sehr nach einer Freundin, aber die anderen Kinder in der Schule beachten sie nicht. Manchmal wäre Shirin am liebsten das Kind einer anderen Familie, dann hätte sie bestimmt auch eine Freundin. Doch mit der Zeit fühlt sie sich in ihrer neuen Umgebung sicherer und von den anderen Mädchen lässt sie sich auch nicht mehr alles gefallen. Umso fremder werden ihr die Eltern. Sie sprechen nicht einmal mehr dieselbe Sprache. - Einfühlsam und sensibel erzählt Nasrin Siege von Shirin zwischen zwei Welten, von ihren Träumen und Sehnsüchten und von der Hoffnung, ihren eigenen Weg zu finden. - Besonders geeignet als Schullektüre!
Presse-/Leserstimmen:
»Die Autorin vermittelt anschaulich und nachhaltig, was es bedeutet, in frühen Jahren das Land der Kindheit und familiären Herkunft zu verlassen.« - Cornelia Sonntag, Tagesspiegel Berlin
Juma - Ein Straßenkind aus Tansania
Roman
Gulliver 301
5. Auflage 2004
168 Seiten. Broschiert.
Ab 11 Jahre
Beltz & Gelberg
EUR 5,90 / sFr 11,00
ISBN 3-407-78301-9
Der Überlebenskampf als Straßenkind in Dar es Salaam ist trostlos und gefährlich. Lange muß die Hilfsorganisation um Jumas Vertrauen ringen, bis er sich helfen läßt. Seit Jumas Mutter gestorben ist, hat sich für Juma alles verändert. Mit der Stiefmutter kommt er nicht klar, doch, schlimmer noch, sein Vater trinkt. Eines Tages hält Juma es nicht mehr aus und haut ab in die große Stadt, nach Dar-es-Salaam. Das Leben auf der Straße ist hart und gefährlich, auch wenn Juma dort neue Freunde findet, die das Ganze erträglich machen. Als sie von dem neuen »Zentrum« hören, in dem man sich um Straßenkinder kümmert, reagieren sie misstrauisch und neugierig zugleich. Erst mit der Zeit fassen sie Vertrauen ...
Hyänen im hohen Gras - Spuren in der Serengeti
Erzählung
118 Seiten. Paperback.
EUR 9,90 / sFr 17,70
ISBN 3-86099-505-7
Immer wieder hatten sie Einwände gegen die Reise nach Afrika gehabt.
Doch jetzt, wo ihre Eltern sich getrennt haben, geht das plötzlich.
Sabine kann ihre Tante Stefanie in der Serengeti besuchen.
Stefanie
hat einen aufregenden Beruf. Sie ist Hyänenforscherin. Sabine lernt
eine Welt kennen, die ihr zunächst Angst macht. Das Haus der Tante
befindet sich mitten im Busch, in Nachbarschaft mit Löwen, Elefanten,
Leoparden, Hyänen. Sie begleitet ihre Tante bei der Arbeit und erfährt
viel über das Leben der Tiere. Sie bekommt Einblick in das Leben der
Hyäne, die wie der Wolf in Europa einen schlechten Ruf hat, von den
Menschen eher gefürchtet, als geliebt. Bei den Hyänen-Clans macht
Sabine lustige, aber auch traurige und grausame Beobachtungen. Und als
sie und Stefanie eines Tages eine von Wilderern verletzt Hyäne finden,
bangen sie nicht nur um deren Leben.
Während Sabine mit ihrer Tante die Hyänen beobachtet, spürt sie, wie sie sich selbst verändert.
Pressestimme zur Lesung in der Westerwaldschule Driedorf:
»Nasrin Siege stellt ... ihre neueren Bücher vor und lässt aufgenommene Originaltöne von Tieren der afrikanischen Savanne erklingen. Sie liest von „Sabine“, die Protagonistin von „Hyänen im hohen Gras – Spuren in der Serengeti“, die ihre Tante, die als Hyänenforscherin im Nationalpark arbeitet, besucht. Obwohl dieses Buch vorwiegend Tierfreunde anspricht, lassen sich sogar die „großen“ Schüler davon faszinieren.«
Pressestimme aus dem Delmenhorster Kreisblatt vom 4.4.2005:
Merkwürdig: Da kennen fast alle Kinder afrikanische Tiere aus dem Zoo, doch es dauert Jahrzehnte, bis mit dem neuen Buch von Nasrin Siege endlich einmal auch das Leben dieser Tiere in freier Wildbahn, d.h. in der Serengeti, aus Kindersicht geschildert wird.
Sabine besucht ihre Tante Stefanie, die seit zehn Jahren für ein Hamburger Institut in der Serengeti Hyänenforschung betreibt. Tante Stefanie lebt unter recht schlichten Bedingungen ("Wir legen den Sack mit Regenwasser zwei Stunden in die Sonne und schon haben wir heißes Wasser!"), hat guten Kontakt zu tansanischen Nachbarn und schafft es in kürzester Zeit, Sabine aus der Großstadt Frankfurt für die Schönheiten der einmaligen Natur- und Tierwelt der Serengeti zu begeistern. Sabine lernt Klippschliefer, Paviane, Büffel, Elefanten, Flusspferde, Antilopen, Leoparden, Löwen und eben immer wieder Hyänen kennen, die bei uns aufgrund ihres Aussehens vollkommen zu Unrecht einen schlechten Ruf genießen.
Das Buch von Nasrin Siege, die sich in der Vergangenheit u.a. auch schon intensiv mit den Lebensgeschichten afrikanischer Straßenkinder in Dar es Salaam literarisch auseinander gesetzt hat ("Juma"), ist locker und kindgerecht geschrieben. Nie unterliegt die Autorin der Versuchung, den beschriebenen Tieren menschliche Züge zu verleihen ("Stefanie klingt jetzt wie meine Bio-Lehrerin: 'Wenn du Tiere und ihr natürliches Verhalten verstehen willst, musst du dich von deinen menschlichen Wertmaßstäben frei machen.' "). Im Gegenteil wird das Leben der Tiere realistisch dargestellt und Hyänen sieht man nach diesem Buch mit neuen Augen. Aber auch die Auswüchse des anwachsenden Tourismus in den Nationalparks verschweigt die Autorin ebenso wenig wie ein malariakrankes afrikanisches Kind - und Sabine entfernt sich nicht so weit von ihrer Heimat, als dass sie die gerade erst erlebte Trennung ihrer Eltern in Deutschland vergessen könnte.
Empfehlenswert vor allem für Kinder im Alter von 6-12 Jahren und für den Einsatz im Schulunterricht - aber auch für Erwachsene angenehm zu lesen. Dem Buch ist in jeder Zeile anzumerken, wie sorgfältig die Autorin bei Dr. Marion East ("Mama Fisi") in der Serengeti und in Tierforschungsinstituten recherchiert hat.
Kalalu und andere afrikanische Märchen
2. Auflage
144 Seiten. Paperback.
EUR 12,90 / sFr 24,80
ISBN 3-86099-428-X
Ich weiß noch, wie wir Kinder am Abend Feuerholz gesucht haben, um mit unseren Müttern das Abendessen zu kochen. Danach haben wir dann zusammen gesessen, und Großmutter hat uns im Schein des Feuers Geschichten erzählt ...
Presse-/Leserstimmen:
»Ein Buch für kleine und große Leseratten, »ein schönes Buch ..., das nachdenklich macht und das eigene Weltbild in Frage stellt.« - Eselsohr
»Nichts in Sieges Fabulierstil ist sensationslüstern oder europäisch besserwisserisch, weil sie mit dem Blick fürs Unspektakuläre ... Unbekanntes mit großer Zärtlichkeit vertraut macht.« - Frankfurter Rundschau
Der Tag des Regenbogens
136 Seiten. Vierf. Hardcover.
EUR 15,50 / sFr 29,80
ISBN 3-86099-440-9
Interkulturelle Märchen, Mythen und Geschichten der bekannten Kinderbuchautorin und Sammlerin afrikanischer Märchen. Starke, kämpferische Frauen stehen im Mittelpunkt. »Meine Märchen«, so Nasrin Siege, »sind eine Liebeserklärung an das Leben zwischen den Kulturen.«