01.04.2019
Projekte
Im Januar 2006 begann ich mit der Beratung und der finanziellen Unterstützung - durch Hilfe für Afrika e.V. - einer Initiative der Bewohner des Dorfes Ambohimandroso. Der folgende Text bezieht sich auf den Zeitraum 2006 bis 2009.
I - Das Schulprojekt:

Das Dorf liegt auf einem der vielen Hügel Antananarivos. Hier gibt es viele schulpflichtige Kinder, die nicht in die Schule gehen, da sie keine Geburtsurkunden haben. Um ihren Kindern eine Primarschulsausbildung zu ermöglichen, hat eine Gruppe der Eltern die Initiative unternommen und ein kleines Schulgebäude gebaut. Das Grundstück hat einer der Dorfbewohner zur Verfügung gestellt. Ermutigt durch die Unterstützung von Seiten des deutschen Vereins und nach vielen Gesprächen, haben die Eltern sich die Geburtsurkunden ihrer Kinder besorgt und aus der Grundschule ist eine Vorschule geworden. Die Eltern zahlen einen kleinen monatlichen Beitrag und finanzieren so einen Teil des Lehrergehalt. Den anderen Teil und die Kosten für das Schulmaterial finanziert Hilfe für Afrika e.V.

Der weitere Beitrag von Hilfe für Afrika e.V.
Hilfe für Afrika wird die Vorschule bis Januar 2008 finanzieren und gleichzeitig versuchen, eine im Lande stationierte Hilfsorganisation für die langfristige Beratung und Finanzierung der Schule zu gewinnen.
II - Das Ausbildungsprojekt:
In Ambohimandroso lebt eine große Zahl von jungen Erwachsenen, die den Wunsch haben, neben der Landwirtschaft ein Handwerk zu erlernen. Sie haben, zusammen mit der oben erwähnten Elterngruppe ein eigenes Projekt ins Leben gerufen:
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09.04.2014
Projekte
Seit 2012 unterstütze und engagiere ich mich in der jungen äthiopischen NRO TOGETHER!, die wir – eine Gruppe von Äthiopiern und Deutschen in Addis Abeba - ins Leben gerufen haben und die im März 2013 offiziell registriert wurde.
Seit März 2013 unterstützt Hilfe für Afrika e. V. die NRO auch finanziell.

Für die Jahre 2013 – 2015 möchten wir im Rahmen unseres Projektes die Chancen von sehgeschädigten Menschen in Rehabiltation, Bildung und Beruf in Äthiopien wesentlich verbessern:
Das Projekt beruft sich auf die gleichen Rechte aller Menschen auf Bildung, Beteiligung, Arbeit und gesunde Entwicklung. Blinde Menschen in Äthiopien erfahren, aufgrund ihrer eingeschränkten Sehfähigkeit, fast durchgängig Marginalisierung und Benachteiligung. Viele von ihnen leben in großer Armut.
Auffallend ist in dieser Bevölkerungsgruppe die hohe Motivation etwas zu lernen, um dem Kreislauf von Behinderung und Armut zu entrinnen.

TOGETHER! möchte Menschen mit Sehbehinderung durch verschiedene miteinander verknüpfte Projektkomponenten hierbei praktisch unterstützen und mit ihnen neue Persepktiven schaffen.
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10.06.2013
In anderen Sprachen Projekte Anthologien
und andere Geschichten äthiopischer Kinder- und Jugendbuchautoren
Nasrin Siege (Hrsg.)
"Tanz, Saron! Tanz!" ist eine Sammlung von Kurzgeschichten äthiopischer Kinder- und Jugendbuchautor*innen, entstanden während einer Schreibwerkstatt in 2012 im Goethe-Institut Addis Abeba.
Als Yonas Tarekegn, der Leiter der Bibliothek vom Goethe Institut Addis Abeba mich im Juni 2012 auf die Durchführung einer Schreibwerkstatt mit und für äthiopische Kinder- und Jugendbuchautor*innen ansprach, sagte ich gerne und mit Freuden zu. Die Aufgabe, mit äthiopischen Kolleg*innen, "am Schreiben" zu arbeiten, reizte mich. Mir war von Anfang an bewusst, dass wir voneinander lernen würden und darauf freute ich mich besonders!
Ich entwickelte für diese besondere Gruppe ein Konzept nach Maß und fertigte dazu ein entsprechendes Werkstattbuch in englischer Sprache an. Die Schreibwerkstatt fand vom 4. bis 6. September 2012 statt.

Die Teilnehmer*innen arbeiteten mit Begeisterung zu den verschiedenen Themen des Workshops im Plenum, in Kleingruppen und individuell. So entstanden nach und nach Geschichten, die z.T. nach dem Workshop weiter geschrieben wurden. Schon bald kam die Idee auf, ein gemeinsames Buch mit einer Auswahl der Geschichten herauszugeben.
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01.06.2007
In anderen Sprachen Projekte Anthologien
In dem zweisprachigen Buch (Madagassisch und Deutsch) erzählen acht jugendliche Autor*innen und eine Illustratorin Geschichten aus ihrem Leben im Armenviertel Antohomadinika in Antananarivo (Madagaskar). Es ist 2006 in Madagaskar, im Rahmen einer Schreibwerkstatt mit Jugendlichen entstanden. 2007 haben wir es, finanziert von Hilfe für Afrika e.V. , veröffentlicht. Unsere Kooperationspartner waren ATD Vierte Welt/ ATD Quart Monde Madagasikara und die Bibliothek „Fanovozantsoa Joseph Wresinski“ Antohomadinika. Das Buch ist in der Bibliothek in Antohomadinika erhältlich. Der Erlös aus dem Verkauf wird für aktuelle Anschaffungen der Bibliothek verwendet.
Hier kommen Sie auf die Seite von ATD-Deutschland und zu meinem Artikel zum Buchprojekt.
Das Buch der Jugendlichen aus dem Armenviertel ist seit dem 1. Juni 2007 auf dem madagassichen Buchmarkt!
„Wieviele Bücher haben Sie geschrieben?“ – „Wie lange schreiben Sie an einem Buch?“ – „Was bringt Sie auf das Thema von einem Buch?“ … Solche und andere ähnliche Fragen kennt wohl jeder Autor, der vor einer Gruppe von Kindern aus seinen Büchern gelesen hat. Auch mir wurden sie oft gestellt, aber eher in den Klassenzimmern in Deutschland, Schweiz und Österreich, den Ländern, in denen ich aus meinen Büchern gelesen habe.
Diesmal – im Juni 2005 – wurde ich von ca. zwanzig madagassischen Jungen und Mädchen befragt. Wir saßen in der damals seit kurzem gebauten Bibliothek „Fanovozantsoa Joseph Wresinski“, die sich in Antohomadinika,
einem der ärmsten Wohnviertel Antananarivos, befindet. Der Weg zur Bücherei hatte mich an ärmliche Hütten vorbeigeführt, die sich links und rechts an einen kleinen schmutzig-grünen Kanal befanden, in dem sich der Unrat und das Abwasser sammelt. Hier, inmitten von Staub und Abfällen, spielten kleine Kinder, nicht weit von einem Müllberg, in dem eine junge Frau mit einem Baby nach etwas Nützlichem wühlte.
Immer noch mit den eben gesehenen Bildern der großen Armut vor Augen, saß ich nun in dieser kleinen Bibliothek, schaute auf die halbvollen Regale und ließ mir von den stolzen Jugendlichen erzählen, wie sie mit Hand angefaßt hatten am Bau ihrer Bücherei.
Und dann kamen ihre Fragen an mich, der Autorin aus Deutschland. Immer wieder schnellten ihre Hände in die Höhe. Als ich ihnen erzählte, dass ich als ca. Zehnjährige angefangen hatte zu schreiben, erfuhr einige von ihnen ebenfalls schrieben. Ein Junge zeigte mir die ersten 25 Seiten seines Theaterstücks und ein Mädchen fragte, wann ich denn wiederkommen würde, denn sie hätte auch eine Geschichte geschrieben … Und irgendwann war die Idee vom eigenen Buch da, das sie alle mit ihren Geschichten füllen wollten. Dass ich wiederkommen würde, war danach keine Frage mehr.
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